Mitgefühl

Mitgefühl zeigen

Mitgefühl für andere haben

Mitgefühl gehört zu den wichtigsten zwischenmenschlichen Beziehungen. Wer mit einem anderen mitfühlt, erkennt dessen Emotionen. Mitgefühl zu haben bedeutet, Freude, Glück und Liebe eines anderen zu verstehen und nachzuempfinden, aber auch Kummer, Scham oder Wut zu erkennen. So kannst du einem anderen Menschen in schlechten Zeiten zur Seite stehen. Denn Mitgefühl hat nichts mit Mitleid zu tun. Auch die positiven Emotionen lassen sich teilen. Hochstimmung, Erfolg sowie Glück erleben wir zu zweit oder in der Gruppe noch intensiver. Du nimmst mit deinem Mitgefühl am Leben anderer teil und wirst selbst zum unvergesslichen Bestandteil. Wie schon der Schweizer Schriftsteller Carl Spitteler Anfang des 20. Jahrhunderts sagte, „Menschen zu finden, die mit uns fühlen und empfinden, ist wohl das schönste Glück auf Erden.“

 Wie entsteht Mitgefühl?

 Unser Gehirn spiegelt bekannte Emotionen wider, wenn es diese bei anderen erkennt. Es aktiviert dieselben Bereiche, egal, ob wir nur sehen, wie jemand leidet oder selber leiden. Beobachten wir Freude oder Trauer, dann reagiert unser Gehirn genauso darauf, als ob wir es gerade selbst erleben. Daher zeigen wir am schnellsten Mitgefühl, wenn wir die Gefühle bereits kennen. Das bedeutet zudem, dass du mit Erlebtem, anderen leichter dein Mitgefühl zeigen kannst.

Warum ist Mitgefühl wichtig?

Wenn es uns schlecht geht, sehnen wir uns nach dem Mitgefühl von jemandem, der uns versteht und erkennt, wie es in uns aussieht. Wer Mitgefühl empfängt, fühlt sich verstanden, akzeptiert und geliebt. Er spürt, dass er nicht alleine ist. Mitgefühl zu geben ist ebenfalls etwas ganz Besonderes. Ein anderer Mensch öffnet sich und gibt dir einen tiefen Einblick in seine Gefühlswelt. Es stärkt das Vertrauen und damit die Beziehung, die positiven wie negativen Emotionen mit anderen zu teilen. Zeigst du Mitgefühl, erhältst du viel Wärme und Menschlichkeit zurück.

Wie lässt sich Mitgefühl lernen?

In Zeiten der Ellenbogengesellschaft bleibt Mitgefühl häufig auf der Strecke. Emotionen verstecken wir vor anderen, um nicht angreifbar zu sein. Dabei ist gerade das Mitgefühl eine wichtige Grundlage zwischenmenschlicher Beziehungen. Doch Mitgefühl kannst du wieder lernen. Interessiere dich mehr für deine Mitmenschen, lerne sie richtig kennen. Höre anderen intensiver und aktiver zu. Bestätige ihnen dein Mitgefühl, sage oder zeige ihnen, dass du sie verstehst. Versetze dich in ihre Situation und reflektiere deine eigenen Gefühle in ähnlichen Situationen, die du erlebt hast. Dann fällt es dir leichter, deine Mitmenschen und ihre Emotionen zu verstehen.

Wie drückst du Mitgefühl aus?

Mitgefühl zu zeigen fällt nicht jedem leicht. Wichtig ist, dass du es ernst meinst und mit deinem Herzen dabei bist. Spiele anderen kein Mitgefühl vor, wenn du keines empfinden kannst. Das zerstört das Vertrauen. Sage anderen, dass du ihre Situation verstehst, aber nur, wenn du es auch tust. Ansonsten frage vorsichtig nach, setze dich mit ihren Gefühlen auseinander, bis du sie nachvollziehen kannst. Du zeigst dein Mitgefühl auch, indem du deine Hilfe anbietest. Manchmal reichen sogar Berührungen aus, wenn dir die Worte fehlen. Eine Umarmung oder eine Hand auf der Schulter zeigt dein Mitgefühl ebenfalls.

Mitglieder, die nach Mitgefühl suchen

Ähnliche Interessen wie Mitgefühl

Empathie bezeichnet die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen und sie zu verstehen. Das Einfühlungsvermögen ist angeboren, trotzdem zeigen zu wenige Menschen echte Empathie. Die positiven Werte jeder Gesellschaft bauen sich auf ihrer Basis auf: Vertrauen, Liebe, Toleranz, Humanität und Mitgefühl sind ohne das Einfühlungsvermögen nicht möglich. Wer echte Beziehungen erleben und erspüren möchte, braucht Empathie. Wenn Erziehung oder Erlebnisse dafür sorgen, dass deine Empathie unterdrückt ist, kannst du sie wieder erlernen. Dazu musst du dich zunächst selbst verstehen und akzeptieren. Dann gehst du leichter offen und interessiert auf andere Personen zu. Mit einem guten Einfühlungsvermögen eröffnest du dir eine andere Sicht auf diese Welt und ihre Bewohner. Denn tiefe, soziale Bindungen sind dank Empathie erst möglich. Oder wie Albert Schweitzer schon sagte: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“
Den Begriff der emotionalen Intelligenz gibt es seit dem Jahr 1990. "EQ. Emotionale Intelligenz" heißt das Buch des Psychologen Daniel Goleman, das 1995 in den USA erschien. Äquivalent zu der Abkürzung IQ für den Intelligenzquotienten, verwendete er die Bezeichnung EQ. Hiermit begann die Diskussion, ob emotionale Intelligenz zumindest für ein gesellschaftliches oder berufliches Vorankommen wichtiger ist, als der IQ. Wer eine gute emotionale Intelligenz besitzt, kann seine eigenen Emotionen wahrnehmen und regulieren. Dadurch hast du dich besser unter Kontrolle und lebst stressfreier und glücklicher. Emotionale Intelligenz hilft dabei, sich besser zu motivieren. Das Mitgefühl oder die Empathie mit den Mitmenschen ist größer, wodurch die soziale Kompetenz steigt. Zur emotionalen Intelligenz gehören die Fähigkeiten, Gefühle zu erkennen, zu beeinflussen, umzusetzen und sich selbst oder andere gezielt zu steuern. Die emotionale Intelligenz hilft Führungskräften im beruflichen Alltag ebenso, wie zu Hause im Umgang mit dem Partner.
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