Empathie

Empathie – das angeborene Einfühlungsvermögen

Besser miteinander leben dank Empathie

Empathie bezeichnet die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen, mit ihnen zu fühlen und sie zu verstehen. Das Einfühlungsvermögen ist angeboren, trotzdem zeigen zu wenige Menschen echte Empathie. Die positiven Werte jeder Gesellschaft bauen sich auf ihrer Basis auf: Vertrauen, Liebe, Toleranz, Humanität und Mitgefühl sind ohne das Einfühlungsvermögen nicht möglich. Wer echte Beziehungen erleben und erspüren möchte, braucht Empathie. Wenn Erziehung oder Erlebnisse dafür sorgen, dass deine Empathie unterdrückt ist, kannst du sie wieder erlernen. Dazu musst du dich zunächst selbst verstehen und akzeptieren. Dann gehst du leichter offen und interessiert auf andere Personen zu. Mit einem guten Einfühlungsvermögen eröffnest du dir eine andere Sicht auf diese Welt und ihre Bewohner. Denn tiefe, soziale Bindungen sind dank Empathie erst möglich. Oder wie Albert Schweitzer schon sagte: „Das Glück ist das einzige, das sich verdoppelt, wenn man es teilt.“

Was ist Empathie? 

Die Empathie lässt sich am besten durch den Begriff Einfühlungsvermögen beschreiben. Als empathischer Mensch fühlst und verstehst du, was andere empfinden und warum. Aus dieser Erkenntnis kommt die Handlung, nämlich, Mitgefühl zu zeigen. Es gibt dabei drei Arten von Empathie. Bei der emotionalen Empathie reagierst du intuitiv auf die Gefühle anderer, lässt dich von ihrer Stimmung anstecken und zeigst Mitgefühl. Die kognitive Empathie gibt dir die Möglichkeit, die Gedanken und Motive anderer mental zu verstehen. Die soziale Empathie lässt dich Gruppenverhalten begreifen, was in Unternehmen oder der Gemeinschaft wichtig ist.

Warum ist Empathie wichtig?

Wenn du andere Menschen verstehst und begreifst, warum sie so denken oder handeln, lebst du leichter mit ihnen zusammen. Das Verständnis für andere lässt dich eine intensivere Beziehung zu ihnen aufbauen. Empathie, also ein intuitives Einfühlungsvermögen ist die Voraussetzung dafür, Mitgefühl zu zeigen oder zu helfen. Begriffe wie Toleranz, Verständnis für andere, Humanität oder Liebe funktionieren auf Dauer nur durch Empathie.

Wo im Gehirn entsteht Empathie?

Das Einfühlungsvermögen ist angeboren. Bereits Kleinkinder zeigen Empathie und versuchen, anderen in Not zu helfen. Im Gehirn reagieren die gleichen Spiegelneuronen, wenn wir Emotionen sehen oder sie selbst empfinden. Diese Nervenzellen aktivieren sich in drei Bereichen unseres Gehirns, dem Stirnhirn, dem Scheitellappen und in der Amygdala. Trotzdem sind einige Menschen als Erwachsene empathielos. Die Erziehung zu Hause, in der Schule und später im Job unterdrücken Empathie ebenso wie psychische Persönlichkeitsstörungen.

Wie lernst du Empathie?

Wenn du aufgrund deiner Erfahrungen oder Erziehung Empathie ein wenig verlernt hast, kannst du sie trainieren. Dazu musst du zunächst einmal dich und deine eigenen Emotionen (wieder) verstehen. Dabei können dir beispielsweise Meditationen helfen. Dann lerne, deine Umgebung richtig wahrzunehmen. Beobachte andere und höre ihnen genau zu. Entwickle ein echtes Interesse an anderen Menschen und pflege deine sozialen Kontakte. Frage nach, wenn du dir nicht sicher bist, ob du den anderen richtig verstehst. Das Feedback ermöglicht es dir, deine Fähigkeiten zur Empathie zu überprüfen. Be- und verurteile Menschen nicht, sondern öffne dich neutral für ihre Ansichten.

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